07-08-12 M’era Luna am Sonntag

Wieder voller Energie (mal von den geschundenen Füßen abgesehen) begaben wir uns auch am Sonntag wieder zum M’era Luna. Unser zweiter Festival Tag begann mit der Band „Krypertia“. Die zierliche Sängerin Ji-In sprang voller Elan und Kraft über die Bühne und verzauberte das Publikum mit ihrer ausdrucksvollen und kräftigen Stimme. Für uns ein perfekter Auftakt um den Festivaltag starten zu lassen. Anschließend begaben wir uns in den Hangar um „Diorama“ zu sehen. Wieder füllte sich der Hanger trotz gewöhnungsbedürftiger Uhrzeit sehr gut. Die Band um den Sänger Torben Wendt brachten mit ihren Songs nicht nur die Boxen zum Beben, sondern auch das Publikum.
Da das Lineup am Sonntag, für unseren Geschmack nicht so mit Highlights gespickt war, schlenderten wir nach „Diorama“ recht lange übers Gelände und haben zahlreiche Bilder von den interessant gekleideten Leuten gemacht.
Zwischenzeitlich schauten wir uns den Auftritt von „The Crüxshaodws“ an. Der sonst so publikumsnahe Sänger Rogue vermittelte einem das Gefühl, den Gig schnell hinter sich bringen zu wollen. Aber da wir ja positiv denken, wird es sicherlich einfach nur an der doch sehr knappen Zeit gelegen haben.
Ab 17:00 Uhr war in Richtung Hangar nichts mehr zu machen. „Welle Erdball“ gaben sich die Ehre.
Die doch sehr gewöhnungsbedürftige Band, die alle ihre Lieder mit einem C64 machen, brachten den Hanger zum Platzen.

Anschließend war noch ein bisschen Shoppen und Nahrungsaufnahme angesagt bis wir uns gegen 19:00 Uhr wieder vor der Mainstage einfanden. Auf der Bühne wurden gerade alle Vorbereitungen getroffen damit „Deine Lakaien“ zusammen mit der neuen Philharmonie Frankfurt auftreten konnten. Rasch füllte sich der Platz vor der Bühne. Es ist schon beeindruckend so einen riesigen Platz zu sehen der über und über mit schwarz gekleideten Menschen gefüllt ist. Pünktlich um 19:00 Uhr begann, das für unseren Geschmack doch sehr gewöhnungsbedürftige Konzert. Unverkennbar die Stimme des Sängers Alexander Veljanov. So ein Konzert, begleitet von einem klassischen Orchester hat schon was, allerdings nicht auf einem Festival. Was aber sicherlich jeder anders sieht! Trotzdem war es genial, diesen grandiosen Sänger live zu sehen.

Nach „Deine Lakaien“ schauten wir nun auf eine Stippvisite in den Hanger wo bereits ein Urgestein der Szene angefangen hatte. Anne Clark, nicht nur bei der älteren Generation durch ihre unverkennbaren Songs und der Stimme die durch Mark und Knochen geht bekannt.

Zum Abschluss dieses schönen Festivals trat die Gruppe „Jesus and Mary Chain“ auf der Mainstage auf. Allerdings war hier der Platz vor der Bühne nicht mehr so gefüllt wie zuvor bei „Deine Lakaien“. Viele Anhänger der schwarzen Musik saßen noch gemütlich ringsherum. Sicher war mit dem Gig von „Deine Lakaien“ für viele Besucher eines wieder mal sehr gemütlichen aber auch anstrengenden Festivals beendet.

Auch wenn das Lineup des M’era Luna 2007 nicht mit so vielen hochkarätigen Bands gespickt war, war es ein sehr schönes Festival. Damit ist wieder einmal bewiesen: Die schwarze Szene trifft sich nicht nachts auf düsteren Friedhöfen sondern feiert bei strahlendem Sonnenschein. Die Stimmung und das Flair eines solchen Festivals muss man einfach mal erlebt haben. Nun heißt es in den nächsten Tagen die zahlreichen Blasen an den Füßen und den Sonnenbrand zu versorgen und sich aufs nächste Jahr zu freuen.

Bilder: Summer, Kate, Arne
Text: Summer

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